Herzlich willkommen!

Schwester Ursula Seebach, Oberin

Helden des Alltags

Helden sind etwas Tolles! Sie haben keine Angst, kämpfen gegen das Böse, sind unbesiegbar und erobern jedes Herz. Helden sind keine Erfindung der Filmwelt. In den Legenden und Mythen der Völker sind sie immer präsent. In der Phantasie der Menschen werden sie gerne zu Übermenschen erhoben. Andere bleiben normal und führen ein durchschnittliches Leben und treten nur dann in Aktion, wenn sie gebraucht werden. So haben in der Schweiz in 2016 2,7 Millionen Menschen rund 665 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit in verschiedenen Bereichen geleistet. Sie haben sich für die Allgemeinheit eingesetzt und sind sozusagen der „Kitt“ der menschlichen Gesellschaft.

Auch in der Bibel finden wir Helden. Zu ihnen gehört Mose. Er ist die Hauptfigur im Alten Testament, ein Mann mit Charisma. Mose hätte sich selbst niemals freiwillig gemeldet. Hirte zu sein, ist doch auch ganz angenehm; denn er hütete die Schafe seines Schwiegervaters Jitro, bis Gott in sein Leben trat und ihn beauftragte, das Volk Israel in die Freiheit zu führen – quer durch die Wüste. Männer, Frauen und Kinder waren ihm anvertraut, die Ägypter im Nacken und viele Gefahren am Wege. Da war kein Stein, hinter dem er sich verstecken, keine Höhle, in die er sich verkriechen konnte. Ausreden zählten auch nicht. Hätte sich Gott für Mose entschieden, wenn es auch ein anderer hätte tun können? Die Sache ist klar: „Mose, und sonst keiner!“ So will es Gott. Es ist verständlich, dass Mose zuerst nicht will. Gott nimmt ihm das nicht übel. Er beauftragt gewöhnliche Menschen, die an sich selbst die grössten Zweifel hegen. Supermänner und Superfrauen sucht er nicht. Gott verlangt keine Referenzen, sondern sagt einfach: „Ich will mit dir sein.“ Das reicht aus, um tätig zu werden.

Ich mag Helden, liebe Leserinnen und Leser. Aber in Wirklichkeit gibt es sie gar nicht, sondern „nur“ den Hirten, dem Gott in der Wüste erscheint. Später ist es der Zimmermann, in dem uns Gott begegnet. Helden? Nein. Es sind Menschen so wie du und ich.


Mit herzlichen Grüssen
aus dem Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona
Ihre
Ihre Schwester Ursula Seebach, Oberin

Dürfen wir etwas FÜR Sie tun?

Wir würden gerne für Sie beten!
Warum ist uns das Gebet so wichtig? Opens internal link in current windowHier ein paar Gedanken dazu.


MITeinander und FÜReinander
diakonisch-missionarisch handeln.

MIT Gott und MITeinander
FÜR Gott und FÜR die Menschen

– in diesem Spannungsfeld sehen wir unsere Sendung. Deshalb trägt unsere Zeitschrift auch den Namen „MIT & FÜR“!